COVID 19 – Deutsche Ausgabe

Original

Klaus Fricke, kl.Fricke@gmx.de,

Die folgenden Informationen habe ich für Rumän*Innen verfasst,
die sich in Deutschland aufhalten und kaum Deutsch verstehen.

la varianta românească


 

04. April 2020 um 16:30 GMT
Aktualisierung COVID 19

Information

Covid 19

Rauchen als Risikofaktor

Wissenstand 04. April 2020 19:00 GMT

siehe PDF vom 04.04.2020

 


 

31. Martie 2020 – 12:00 GMT
Actualizare COVID 19

Link-uri către informații suplimentare în limba română

(numai în limba română – nur auf Rumänisch)

Link  – Informații detaliate și link-uri suplimentare
vezi subsecțiunea „Informații”

 


29. März 2020 um 22:00 GMT
Aktualisierung COVID 19

Stellungnahme

Covid 19

Positionierung Pro SW Aktiver
und ihrer Verbände

PDF vom 29.03.2020  (im Laufe des 30. März 2020 auch in Rumänisch – editiert am 30.3.20)

 


 

20. März 2020 um 00:00 GMT
Aktualisierung COVID 19

Information

COVID 19 –
„Verlangsamen“ oder „Eindämmen“

Strategien im Umgang mit der COVID 19 Epidemie

PDF vom 19.03.2020  (im Laufe des 20. März 2020 auch in Rumänisch)

 


 

18. März 2020 um 02:00 GMT
Aktualisierung COVID 19

Stellungnahme

COVID 19 –
Schließung von Betrieben ohne Rechtsgrundlage?

§ 28 Infektionsschutzgesetz erlaubt keine Anordnung der Nicht-Öffnung

siehe PDF 18.03.2020 2020-03-18  (nur in Deutscher Fassung)

 


 

16. März 2020 um 19:00 GMT
Aktualisierung COVID 19

Apell an den Bürgermeister und den Senat Bremen

Wissenstatus 16. März 2020 19:00 GMT

siehe PDF 16.3.20

 


 

15. März 2020 um 13:00 GMT
Aktualisierung COVID 19

Reisebeschränkungen

Wissenstatus 15. März 2020 13:00 GMT

siehe PDF 15.3.20

 


 

14. März 2020 um 15:00 GMT
Aktualisierung COVID 19

Infektionsverlauf in Bremen – Risiken

Wissenstatus 14. März 2020 15:00 GMT

siehe PDF

 


 

13. März 2020 um 15:00 GMT
Aktualisierung COVID 19

Infektionsrate am Beispiel Bremen, Deutschland und Griechenland

Wissenstatus 13. März 2020 15:00 GMT

siehe PDF vom 13. März 2020 aktualisiert am 20. März 2020

 


 

( PDF – DE) – ( PDF  – RO)

12. März 2020 um 15:00 GMT
Aktualisierung COVID 19

Wirtschaftliche Folgen

Wissenstatus 12. März 2020 14:00 GMT

Sehr geehrte Mieterinnen,

Die COVID 19 Epidemie hat spätestens jetzt spürbare Folgen für Sie. Die Umsätze bei Ihnen haben sich verringert und werden voraussichtlich noch niedriger werden.

Ein gesundheitlicher und wirtschaftlicher Notfall ist eingetreten.

Dieser ist weder durch Sie noch durch andere, sondern durch COVID 19 verursacht worden. Es ist notwendig sich – möglichst gemeinsam – auf diesen Notfall einzustellen.

1. Gesundheit
Sie sind aufgrund Ihres Alters und Ihrer Gesundheit nicht in ernster gesundheitlicher Gefahr. Der Kontakt zu anderen Menschen ist mit geringen Risiken für Sie und andere verbunden. Im Falle einer Infektion ist bei Ihnen und anderen ein milder Krankheitsverlauf wahrscheinlich. Bis zum Sommer 2020 werden sehr viele Menschen COVID 19 durchlaufen haben. Nach der Erkrankung werden diese Menschen immun sein. Das wird die Ausbreitung von COVID 19 deutlich herabsetzen oder beenden.

In ernster Gefahr sind Menschen insbesondere ab 65 Jahren und Vorerkrankte. Sie sollten den Kontakt zu diesen Gruppen ab sofort erheblich einschränken. Jedenfalls sobald sie den Verdacht haben infiziert worden zu sein.

2. Einkommen
Diese Vorsichtsmaßnahme wird Einfluss auf Ihr Einkommen haben. Für die Zeit der Gefährdung durch COVID 19 muss auch wirtschaftlich vorgesorgt werden. Sie haben arbeitsbedingt hohe wöchentliche Kosten. Ein Teil davon (385 € inklusiv Umsatzsteuer) ist die Wochenmiete für das Haus9. Diese Wochenmiete deckt derzeit die Betriebskosten des Haus9. Ein Gewinn wird vom Haus9 aus den Mieteinnahmen nicht erwirtschaftet.
Ihnen liegt dazu das Dokument

2019-02-18, HAUS9 Einnahmen und Ausgaben Vermietung … (1)

vor.

Eventuell werden dem Haus9 wirtschaftliche Hilfen des Staates zur Verfügung gestellt. Ich bemühe mich darum und werde Sie darüber informieren. Das könnte zur Kostenreduktion beitragen und niedrigere Mieten ermöglichen. Sofern Sie weiter tätig bleiben, möchte ich von Ihnen eine umsatzabhängige Miete verlangen.

Ich denke Ihre Wochenkosten ohne Haus9 Miete liegen bei bis zu 500 €. Darin enthalten: 100 € Miete privat, 100 € Werbung, 100 € sonstige betriebliche Kosten, 200 € Lebensführung.

Bei Wocheneinnahmen unter 500 € schlage ich für das Haus9 50 € Miete vor.
Bei Wocheneinnahmen ab 500 € schlage ich für das Haus9 70 € Miete vor.
Bei Wocheneinnahmen ab 600 € schlage ich für das Haus9 130 € Miete vor.
Bei Wocheneinnahmen ab 700 € schlage ich für das Haus9 200 € Miete vor.
Bei Wocheneinnahmen ab 800 € schlage ich für das Haus9 250 € Miete vor.
Bei Wocheneinnahmen ab 900 € schlage ich für das Haus9 300 € Miete vor.
Bei Wocheneinnahmen ab 1.000 € schlage ich für das Haus9 350 € Miete vor.
Bei höheren Umsätzen würde die Haus9 Standardmiete von 385 € zu zahlen sein.

Die Mietausfälle würde ich vorerst privat tragen. Im Laufe des Jahres erwarte ich wirtschaftliche Hilfen von staatlicher Seite aufgrund von COVID 19. Bei mehr als 8.000 € absehbaren Mindereinnahmen könnte ein Insolvenzverfahren erforderlich sein.
Ich werde Sie regelmäßig über die wirtschaftliche Situation des Haus9 und über COVID 19 informieren.

___________________
Quellen

(1)
2019-02-18, HAUS9 Einnahmen und Ausgaben Vermietung  …

 


 

Aktualisierung COVID 19

Zahl der Infizierten in Bremen auf 22 gestiegen

Wissenstatus 10. März 2020 GMT 21:00
Teil 1

Um 19:27 meldete der Weser-Kurier 21 Infizierte in Bremen.
Hinzu kommen:

  • 4 Fälle im Landkreis Osterholz nordöstlich von Bremen (WK 18:58 MEZ)
  • 6 Fälle im Landkreis Diepholz, südwestlich von Bremen (WK 18:39 MEZ)
  • 2 Fälle im Landkreis Verden südlich von Bremen (WK ca 16:00 MEZ)

Im Großraum Bremen (weniger als 1 Millionen Einwohnende) also wenigstens 33 Fälle. Alle Erkrankungen sind noch in einem aktiven Status. Es besteht entsprechennd Ansteckungsfgefahr.

Seit dem 4. März hat sich die Zahl der COVID 19 Fälle im Raum Bremen verzehnfacht (+ 40 % / Tag). Ob Infektionsketten vollständig erfasst wurden, ist nicht bekannt. Die Gefahr einer unkontrollierten Ausbreitung von COVID 19 im Raum Bremen ist gestiegen.

Teil 2

Professor Christian Drosten, Leiter der Virologie der Charite, Berlin, Experte der Bundesregierung auf NDR, Coronavirus Update vom 10.03.2020
https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio650168-player_image-9a837682-3730-49ed-b1a8-f620c7a7bfcd_theme-ndrde.html#

Zusammenfassung von Klaus Fricke

Italien hatte und hat eine Unterschätzung der Gesamtzahl der Infektionen. Seit Mitte Januar war das Virus in Norditalien bereits verbreitet. Die Verbreitung war aber zu der Zeit nicht wahrgenommen worden. Seit gut einer Woche ist Italien als Risikogebiet bekannt. Es gab und gibt einen erheblichen Reiseverkehr zwischen Norditalien und Deutschland. Fünfzehn heute ermittelte neue Erkrankte aus Bremen waren als Touristen in Norditalien.

Welche Verbreitung das neuartige Coronavirus in Deutschland hat, ist unbekannt. Es ist nicht völlig unwahrscheinlich, dass die Situation in D ähnlich mit der in Italien ist. Kein Gesundheitssystem der Welt ist auf einen fortlaufenden Anstieg der Epidemie vorbereitet. Nach den neuesten Erkenntnissen kann ein erster Höhepunkt der Epidemie im Sommer erwartet werden. Eine Abschwächung des Infektionsverlaufs durch den Sommer ist nach neuestem Wissen unwahrscheinlich. Die medizinischen Versorgungskapazitäten müssen daher sorgfältig ergänzt und vor allem verteilt werden.

Menschen mit geringem Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs werden kaum versorgt werden. Das sind alle Menschen bis ca 60 Jahre ohne Vorerkrankungen.

Bei Menschen ab 65 Jahren steigt das Risiko schwerer Krankheitsverläufe erheblich. Ebenso ist das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs bei Vorerkrankungen deutlich erhöht. Zu den risikoerhöhenden Vorerkrankungen gehören (im Wesentlichen)

  • Lungenerkrankungen (insbesondere von Rauchenden)
  • Diabetes
  • Krebs
  • Bluthochdruck
  • Herzerkrankungen
  • Immunschwäche

Bei Menschen mit hohem Risiko auf schwere Krankheitsverläufen muss die Infektionsrate niedrig bleiben. Deren Infektion muss soweit möglich ausgeschlossen werden. Menschen in diesem Alter sollten ihre Kontakte deutlich herabsetzen und sich isolieren. Sie sollten durch Familienangehörige, Nachbarschaft etc. mit Lebensmitteln etc. versorgt werden. Das ist wichtig um ausreichend Behandlungskapazitäten zu haben. Sonst werden z.B. nicht ausreichend Plätze zur künstlichen Beatmung zur Verfügung stehen. Die vorhandenen Ressourcen müssen insbesondere diesen Menschen mit besonderen Risiken zukommen.

Bei Menschen ohne besondere Risikofaktoren wird COVID 19 wohl wie eine Erkältung verlaufen. Sie werden COVID 19 fast alle bis zum Ende des Sommers kuriert haben und immun sein. Ihnen werden dabei zeitweise nur geringere Ressourcen des Gesundheitssystems zur Verfügung stehen. Dann, so ist zu hoffen, könnte sich die Situation entspannen.

Prof. Drosten im Radio NDR:
» . . . und das es jetzt ernst ist. Wenn man das nicht ernst nimmt, dass man davon ausgehen muss, das Raten die sich in einem Bereich von 20, 25 % dieser [gefährdeten] Personen bewegen, sterben werden«
(Sendeminute 00:20:07 bis 00:20:20).
»Wir werden an das Ende unserer Kräfte kommen und deswegen müssen wir sehen, dass wir diese Kräfte jetzt da einsetzen, wo sie hingehören. An die ältere Bevölkerung und an die speziellen, besonders gefährdeten Gruppen in der jüngeren Bevölkerung« (Sendeminute 00:25:36 bis 00:25:48)
» . . . wir wissen, wir können dieses Virus garnicht mehr aufhalten, wir können es nur verzögern«
(Sendeminute 00:29:08 bis 00:29:12)

Es ist hilfreich, dass Prof. Drosten diese Überlegungen öffentlich äussert.

Alle sind aufgefordert diese Aussagen zur Kenntnis zu nehmen. Alle sollten ihrer Verantwortung gegenüber Gefährdeten gerecht werden. Der Staat sollte die finanziellen Mittel zur Verfügung stellen, die das ermöglichen. Insbesondere sollte er eventuell entstehende Verdienstausfälle ausgleichen. Er sollte die ökonomische Existenz aller Betroffenen sichern.

 


 

08. März 2020 um 19:00

Aktualisierung COVID 19

Neue Daten und persönliche Überlegungen

Wissenstatus 08. März 2020 GMT 17:00

1. Neue Daten (08.03.20)

Quellen:
A https://www.worldometers.info/coronavirus/ GMT 15:50 am 8.3.20
B https://experience.arcgis.com/experience/685d0ace521648f8a5beeeee1b9125cd
GMT 06:00 8.3.20

Das neuartige Coronavirus ist erstmals vor fast drei Monaten in China erfasst worden.
Zentralchina hat nach wie vor die meisten aktiven Krankheits- (80.703) und die meisten
Todesfälle (3.098). Um die Ausbreitung zu verlangsamen hat der chinesischen Staat sehr
strenge Maßnahmen ergriffen. Diese scheinen erfolgreich zu sein. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen (heute: 52) in China (ca 1.386 Millionen Einwohner)  liegt sehr niedrig. In Deutschland (ca 83 Millionen) stieg die Zahl der Neuinfektionen um 151. Seit heute Morgen 00:00 bis heute um 15:50 (Weltzeit).

Seit heute ergreift Italien ähnlich strenge Maßnahmen wie China. Große Teile des italienschen Nordens wurden abgeriegelt. Damit erkennt eine erste demokratische Regierung die chinesischen Maßnahmen dem Grund nach an.

Hintergrund sind wohl die weiterhin hohen Zahlen bei Neuinfektion und schweren Krankheitsverläufen. Neue italienische Zahlen liegen bisher für heute nicht vor.

Auf 1 Mil. Einwohner kommen derzeit in

1. Süd Korea 142,6 Infektionen
2. Italien 97,3 Infektionen
3. Iran 78,2 Infektionen
4. China 56,1 Infektionen
.. … …
17. Deutschland 11,4 Infektionen
.. … …
20. Griechenland 7,0 Infektionen
.. … …
51. Rumänien 0,7 Infektionen

Strenge Maßnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung von COVID 19 sind auch in der EU zu erwarten. In allen Staaten und Gebieten, in denen die Anzahl der Erkrankten und der Neuinfektionen hoch ist.

Staaten mit einem schlechten Gesundheitssystem werden nur Ungenaues zu Krankheitsfällen wissen. Die Wahrscheinlichkeit, dass dort das Ausbreitungsgeschehen lange unerkannt bleibt, ist nicht klein. Griechenland und Rumänien gehören zu solchen Staaten.

 


 

06. März 2020 um 19:00 Uhr

Aktualisierung COVID 19

Entschädigung bei Quarantänemaßnahmen

Wissensstatus 06.03.2020

Die Zahl der COVID 19 Erkrankungen hat sich vom 5. auf den 6. März in Deutschland verdoppelt. Die Zahl der Fälle mit ernsthafter oder kritischer Symptomatik stieg von 2 auf 8. Viele Großveranstaltungen wurden abgesagt. Es wird ein Wirtschaftseinbruch befürchtet.

In anderen Ländern mit hoher Zahl an Erkrankten wurden strenge Maßnahmen gegtroffen. Dabei geht es um die Verlangsamung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus. Die Maßnahmen erfolgen auf der Grundlage von spezifischen Landesgesetzen. Auch in Deutschland gibt es ein entsprechendes Gesetz. Das Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (= IfSG) (1)

Dieses Gesetz erlaubt die Verhängung von Schutzmaßnahmen auch gegen den Willen der Betroffenen. Folgende Pflichten haben Erkrankte und Krankheitsverdächtige. Sie müssen sich ärztlich auch stationär beobachten (§ 29) und isolieren (Quarantäne – § 30) lassen. Ihnen kann die Berufsausübung untersagt werden (§ 31)

Sofern die Berufstätigkeit nach § 31 untersagt wird besteht ein Recht auf Entschädigung (§ 56). Ersetzt wird der Verdienstausfall. Dies gilt auch für Einzelunternehmer*Innen. Sexarbeitende sind fast immer Einzelunternehmer*Innen. Als Vermieter des Haus9 bin ich Einzelunternehmer. Voraussetzung ist der Nachweis des unternehmerischen Verdienstausfalls. Der wird über den Einkommenststeuerbescheid ermittelt. Eine Entschädigungen kann nur von Steuerzahlenden beantragt werden. Wer eine deutsche Steuernummer hat gehört zur Gruppe der Steuerzahlenden. Wer Steuern zahlt ist zu einem gewissen Grad finanziell geschützt. Wer in Deutschland krankenversichert ist hat das Recht auf umfassende medizinische Behandlung in D.

Betreibende von Sexarbeitsorten können von der Aufsichtsbehörde zusätzliche Auflagen gemacht werden. Auch die Schließung eines Sexarbeitsortes. Insbesondere wenn Gefahren im Zusammenhang mit Geschlechtserkrankungen bestehen. Aber auch im Fall anderer Gesundheitsgefahren können Sexarbeitsorte geschlossen werden. Das Neue Sexarbeits Recht (NSR)* (2) sieht Auflagen zum Schutz der Gesundheit aller dort Anwesenden vor (§ 17 Absatz 1, Satz 1). Dafür sieht das Gesetz keine Entschädigung der Betroffenen vor.

_______________________________
Anmerkungen und Quellen

*
Für das Feld der erotischen und sexuellen Dienste verwende ich die Begriffe Sexwork bzw. Sexarbeit (= SW). Der Begriff Prostitution ist historisch mit der Diskreditierung der im Feld Aktiven verbunden. Ich lehne seine Benutzung durch Dritte, jedoch nicht (als Eigenbezeichnung ) durch Sexarbeitende ab. Entsprechend bezeichne ich die neuen rechtlichen Regelungen zur Sexarbeit (schönfärbend und zugleich diskriminierend: Prostituiertenschutzgesetz – ) mit dem neutralen Begriff Neues Sexarbeits Recht (= NSR)

(1)
Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz – IfSG)

https://www.gesetze-im-internet.de/ifsg/IfSG.pdf

(2)
Gesetz zur Regulierung des Prostitutionsgewerbes sowie zum Schutz von in der Prostitution tätigen Personen

http://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&jumpTo=bgbl116s2372.pdf


 

03. März 2020 um 19:25 Uhr

Aktualisierung COVID 19
Risiken für Sexarbeitende und Kundschaft
Wissensstatus 02.03.2020

Nahezu alle Kontakte mit Infizierten im Rahmen der Sexarbeit werden zur Infektion führen. Bei Sexarbeitenden unter 40 Jahre und ohne Vorerkrankung sind nur leichte Symptome zu erwarten. Wohl vergleichbar mit Erkältungssymptomen. Infizierte Sexarbeitende werden das Virus fast immer an Kundschaft weitergeben. Kundschaft unter 40 Jahre ohne Vorerkrankung wird kaum schwere Symptome entwickeln. Ein wesentliches gesundheitliches Risiko besteht für Personen unter 40/ohne Vorerkrankung kaum. Weder allgemein, noch im Rahmen der Sexarbeit.

Das Risiko wesentlicher gesundheitlicher Folgen im Kontakt mit Infizierten steigt ab 40 Jahren (1). Es ist für Männer höher (2) und steigt, sofern Vorerkrankungen vorliegen (3). Kontakt zu Infizierten ist für über Vierzigjährige und Vorerkrankte zunehmend risikant. Ab einem Alter von 60 steigen die Risiken für einen ernsten Krankheitsverlauf erheblich (1) Sexuelle Kontakte werden nahezu ohne Ausnahme zur Infektionsübertragung führen.

Bislang ist nicht klar welchen Schutz eine überwundene COVID 19 Infektion bietet. Über eine erneute Infektion wird in sehr seltenen Fällen berichtet. Die Datenlage dazu ist aber noch nicht eindeutig. Eine Neuinfektion kurz nach einer Erstinfektion erscheint unwahrscheinlich. Ob das Virus nach einer Erstinfektion aufgenommen und weitergeben wird ist unbekannt. Hygienemaßnahmen könnten die Gefahr in diesem Fall reduzieren. Ob das der Fall ist, ist nicht bekannt.

Diese Hinweise können für Kundschaft und Sexarbeitende wichtig sein. Sie sollten bereits bei der Anbahnung von Kontakten berücksichtigt werden.  Mehr Informationen


 

01. März 2020 um 00:55 Uhr

Erkrankungen (COVID 19) am neuartigen Coronavirus in Bremen.

Heut Abend (ca 19:30) wurde der erste Fall einer Erkrankung in Bremen bekannt. Die Ansteckung erfolgte im Iran. Die Erkrankte ist am Donnerstag nach Bremen gekommen. Ihre Kontaktpersonen befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Ein infizierter Mensch steckt im Durchschnitt bis zu 2,5 weitere an. Ob das auch in Bremen so sein wird ist nicht bekannt.

Die aktuelle Zahl der Infektionen werde ich Ihnen täglich mitteilen. Derzeit liegt Ihr Infektionsrisiko sehr niedrig. Diese steigt deutlich wenn es in Bremen 100 oder mehr Infizierte gibt.

Eine Infektion wird bei Ihnen wahrscheinlich sehr mild verlaufen. Aufgrund Ihres Alters und Ihres Geschlechts. Ungefähr wie bei einer normalen Grippe oder milder. Das Risiko für einen schweren Verlauf liegt bei Ihnen bei ca 1 : 1.000. Nur jede 1.000 Frau in ihrem Alter hat einen schweren Krankheitsverlauf. Das sagen jedenfalls die derzeitigen Erkenntnisse.

Sie sollten ab jetzt regelmäßig Ihre Temperatur messen. Spätestens wenn diese 38 ˚ übersteigt sollten Sie einen Test machen. Dazu können Sie in Bremen die Tel. Nr. 116 117 anrufen.

Sie sollten dann den Kontakt zu Dritten vermeiden. Wenn das Testergebnisse keine Infektion zeigt, können Sie wieder Kontakt zu Dritten aufnehmen. Wenn das Testergebnis eine Infektion zeigt, dürfen sie keinen Kontakt zu Dritten haben. Erst wenn Sie virusfrei sind, ist das wieder zulässig. Ärztliches Personal wird Ihnen weitere Informationen geben.


 

28. Februar 2020 um 13:09 Uhr

Informationen und Empfehlungen

Symptome

  • Husten, laufende Nase,
  • Kratzen im Hals
  • Fieber
  • Einige Betroffene leiden auch an Durchfall.

Bei Verdacht wenden Sie sich bitte an das Gesundheitsamt 0049 421 361 15 131. Vor allem, wenn Sie Kontakt zu infizierten Personen hatten. Dies ist wahrscheinlich, wenn Sie sich in Regionen mit höheren Infektionsraten befunden haben. Achten Sie auf Hinweise auf solche Orte (https://experience.arcgis.com/experience/685d0ace521648f8a5beeeee1b9125cd). Halten Sie die Hygienevorschriften strikt ein. Dies verringert das Infektionsrisiko.

Insbesondere:

  • Husten oder Niesen Sie in Taschentücher und entsorgen Sie diese umgehend.
  • Husten oder Niesen in die Armbeuge, wenn kein Taschentuch verfügbar ist.
  • Waschen Sie Ihre Hände, wenn Sie sich an öffentlichen Orten befunden haben, an denen das Risiko einer Infektion besteht.
  • Waschen Sie Ihre Hände nach dem Niesen oder Husten.
  • Vermeiden Sie den Kontakt mit Dritten, wenn Sie glauben, selbst infiziert zu sein.
  • Führen Sie einen Test durch, um festzustellen, ob Sie mit Covid 19 infiziert sind.
  • Nehmen Sie dann so wenig persönlichen Kontakt wie möglich mit Dritten auf.
  • Befolgen Sie die Empfehlungen des medizinischen Personals und der Behörden.

 

26. Februar 2020 um 17:00 Uhr

Corona-Virus Epedemie – Aktualisierte Informationen

das Corona-Virus (= Covid19) wird sich wahrscheinlich weltweit ausbreiten. Die Daten aus China zeigen,

  • es ist bereits für Menschen in einem Alter über 60 Jahren im erheblichen Umfang lebensbedrohlich  (1)
  • für Menschen die über 70 Jahre sind kann es äußerst lebensbedrohlich sein (1)
  • die Sterblichkeitsrate liegt bei 3,6 % (60 bis 69), 8 % (70 bis 79) bzw 14,8 % (über 80) (1)
  • die Sterblichkeitsrate bei Menschen unter 40 liegt bei 0,2 % (zwei Menschen von tausend) (1)
  • Bestimmte Vorerkrankungen erhöhen das Sterblichkeitsrisiko ebenfalls (1)
  • Frauen haben eine geringer Sterblichkeitsrate (1,7 %) als Männer (2,8 %) (1)
  • Es könnten bis zum nächsten Jahr zwischen 40 und 70 % der Welbevölkerung am Covid 19 erkranken. (2)

Die Epedemie stellt eine ernsthafte Bedrohung der Gesundheit dar.

Derzeit wurden in Niedersachsen, Hamburg und Bremen keine Erkrankungen am Coronavirus erfasst. Ich werde Sie umgehend über Erkrankungen in diesen Regionen informieren.

Experten Aussagen (1)

“Die Zahl der Berichte aus verschiedenen Ländern in den letzten 36 Stunden
zeigt, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass die Mensch-zu-Mensch-Infektion mit
SARS-CoV-2 die Sorgen bestätigt hat, dass das Virus auf seinem Weg ist, eine
Pandemie auszulösen.“
Prof. Dr. Benhur Lee, MD Professor of Microbiology
Icahn School of Medicine at Mount Sinai (ISMMS)
21. Februar 2020

„Ich glaube, es ist wahrscheinlich, dass wir auf eine globale Pandemie zulaufen.
Wenn diese Pandemie eintritt, werden wahrscheinlich 40% bis 70% der
Weltbevölkerung im kommenden Jahr infiziert“
Prof. Marc Lipsitch Prof. of Epidemiology, Harvard School of Public Health
Head, Harvard Ctr. Communicable Disease Dynamics
14. Februar 2020
_____________________________________
Quellen – Indiciu bibliografic / Sourcă
(1) https://www.worldometers.info/coronavirus/coronavirus-age-sex-demographics/
(2) https://www.worldometers.info/coronavirus/coronavirus-expert-opinions/


 

23. Februar 2020 um 21:11 Uhr

Gesundheitsrisiken Corona Virus

ich möchte Sie über Erkrankungen am „Corona Virus“ informieren. Hintergrund sind hohe Infektionszahlen in Italien. Das Coronavirus lösst eine Erkrankung der Atemwege aus.

Es ist inzwischen weltweit verbreitet. Auf 100 Erkrankungen kommen derzeit mehr als 3 Todesfälle. In Deutschland gibt es im Moment wenige Krankheitsfälle. Neue Infektionen gibt es nicht.

Die Zeit zwischen der Infektion und Krankheitssymptomen beträgt bis zu 14 Tage. Infizierte übertragen die Infektion ohne Krankheitsymptome zu zeigen. Hygienemaßnahmen genügen nicht um die Verbreitung der Krankheit aufzuhalten. Insbesondere nicht im Feld der erotischen und sexuellen Dienstleistungen.

Eine Therapie steht nicht zur Verfügung. Auch ein Impfstoff steht nicht zur Verfügung. Wahrscheinlich wird er erst in vielen Monaten zur Verfügung stehen.

Nach allem zur Verfügung stehenden Wissen, besteht heute kein Grund zur Besorgnis in
Norddeutschland. Ich werde Sie informieren, sobald in Norddeutschland neue Infektionen bekannt werden.

Autor: haus9bremen

SIB-SWinfoBremen@gmx.de